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Interpretation von Laborparametern beim Diabetes mellitus

Labormedizinische Untersuchungen spielen eine wichtige Rolle in der Diagnosestellung und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus. Der Leitbefund ist, neben der klinischen Symptomatik, die chronische Hyperglykämie. Bei Patienten mit erhöhtem Diabetes-Risiko empfehlen nationale und internationale Leitlinien die laborchemische Bestimmung der Nüchternplasmaglukose und des glykierten Hämoglobins (HbA1c). Diese Parameter sind nicht nur für die Diagnosestellung und Therapiekontrolle, sondern auch für die Prognose und Entwicklung von Spätkomplikationen entscheidend. Daneben wird die Bestimmung der Plasmaglukose auch zur Abklärung eines Gestationsdiabetes mellitus verwendet. Es muss daher sichergestellt sein, dass diese Parameter mit standardisierten und qualitätsgeprüften Messmethoden gemessen werden, die in den Richtlinien der Bundesärztekammer festgelegt sind. Neben der Einhaltung dieser Richtlinien muss vor allem auf die korrekte präanalytische Probenbehandlung geachtet werden und Patienten-spezifische Faktoren berücksichtigt werden, die zu einer Verfälschung der Laborparameter beitragen können.

Zusätzlich zur allgemeinen Diagnostik des Diabetes mellitus kann mittels weiterer laborchemischer Parameter eine Einteilung in die spezifischen Diabetes-Typen getroffen werden. Hierzu dienen unter anderem die Bestimmungen von C-Peptid, Insulin/Proinsulin und Methoden zum Nachweis von Autoantikörpern gegen pankreatische Inselzellen. Auch können akute Stoffwechselentgleisungen im Rahmen eines Diabetes mellitus, wie zum Beispiel das ketoazidotische Koma, frühzeitig mit laborchemischen Methoden erkannt werden. Dazu werden neben Blutuntersuchungen routinemäßig auch Urinuntersuchungen durchgeführt.

Da der Diabetes mellitus keine isolierte Erkrankung des Glukosestoffwechsels darstellt, sondern meistens mit weiteren metabolischen und anderen Erkrankungen assoziiert ist, sollten neben der Bestimmung der genannten Parameter auch eine Reihe weiterer Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise Bestimmungen zum Lipidstoffwechsel und der Nierenfunktion. Diese Parameter ermöglichen eine bessere Gesamtbeurteilung und verbesserte Therapieentscheidung und Prognoseeinschätzung von Patienten mit Diabetes mellitus.

Teilnahme

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Zeitumfang:
20 Minuten / 15 Fragen

Zertifizierungsnummer:
ZNR20184882

Zertifizierungspunkte: max. 2,5