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Metformin und Mikronährstoffmangel

Pharmaka-Nährstoff-Interaktionen spielen in der Genese von Nährstoffmangel eine wichtige Rolle. Eine global stetig zunehmende Prävalenz von Typ-2-Diabetes resultiert in einer stark ansteigenden Verordnung von Metformin, wodurch Typ-2-Diabetiker eine potenzielle Risikogruppe für arzneimittelbedingten Nährstoffmangel darstellen. Obwohl sich Metformin als ein sehr effektives und sicheres Arzneimittel bewiesen hat, ist es jedoch wie die meisten Wirkstoffe nicht frei von unerwünschten Nebenwirkungen. Metformin greift inhibierend in den Aufnahmeprozess von Vitamin B12 (Cobalamin) im Dünndarm ein und kann bei persistierender Negativ-Bilanz langfristig klinisch relevante Mangelsymptome hervorrufen. Gezeigt wurde dieser Zusammenhang in drei klinischen Studien und einer Meta-Analyse, welche 29 weitere Studien ausgewertet hat. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Metformin die Vitamin-B12-Bioverfügbarkeit signifikant senkt und zudem die Gesamt-Vitamin-B12-Serumkonzentration im Zeitverlauf der Medikation progredient abnimmt. Funktioneller Vitamin B12-Mangel wird häufig aufgrund der unspezifischen subklinischen Symptome erst sehr spät diagnostiziert. Daher empfiehlt es sich, Typ-2-Diabetiker regelmäßig zu screenen. Neben der Gesamt-Konzentration an Vitamin-B12   sollten hierbei insbesondere sensitive Marker wie MMA und Holo TC-II für die Diagnostik verwendet werden. Nur so kann ein exaktes Bild des funktionell-metabolischen Vitamin B12-Status des Patienten abgebildet werden und eine frühzeitige Intervention eingeleitet werden, noch bevor irreversible neurologische Schäden auftreten.

Teilnahme

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Zeitumfang:
20 Minuten / 15 Fragen

Zertifizierungsnummer:
ZNR20174495

Zertifizierungspunkte: max. 2,5